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Gesundheit: Keine Frage der Geldbörse

Für uns ist klar: Das Gesundheitssystem gehört ausgebaut, nicht ausgehöhlt. Und: Medizinische Versorgung darf niemals vom Kontostand abhängen. Zusatzversicherungen sollten eigentlich überflüssig sein – weil das öffentliche System so gut ist, dass jede und jeder die beste Versorgung erhält, ohne dafür extra zahlen zu müssen.
Frau bei der Untersuchung beim Doktor

Fakten

Schon gewusst?
  • Auf eine Knie- oder Hüftersatz warten Patientinnen und Patienten in Niederösterreich im Schnitt 36 Wochen
  • 38.000 ambulante psychiatrische Behandlungen gab es in NÖs Krankenhäusern im Jahr 2024 – 20 % mehr als 2023
  • In der EU beträgt die Anzahl der gesunden Lebensjahre 63,3 (Frauen) bzw. 62,8 (Männer) Jahre. In Österreich sind es nur 60,5 (Frauen) bzw. 60,3 (Männer) Jahre
Nötig für NÖ
  • Schaffung einer Gesundheitsregion Ost
  • Ausbau von Primärversorgungseinheiten
  • Termingarantie bei Ärztinnen und Ärzten
  • Ausbau sozialpsychiatrischer und therapeutischer Angebote inkl. vollständiger Kostenübernahme
  • Mehr gesunde Lebensjahre durch Fokus auf Prävention und Gesundheitsbildung

Eigene Versorgungsregion Ost

Mit der Versorgungsregion Ost (Wien, Niederösterreich, Burgenland) wollen wir ein System schaffen, das Menschen dort behandelt, wo sie die beste Versorgung bekommen. Damit Operationen und Behandlungen wohnortnah möglich sind, braucht es Fokus auf Qualität, Effizienz und Erreichbarkeit sowie den Ausbau von Primärversorgungseinheiten.

Mehr Arztstellen

Ebenso müssen Landärztinnen-, Landarzt-, Fachärztinnen- und Facharztstellen attraktiver gestaltet werden – etwa durch eine Anstellung bei der Landesgesundheitsagentur (LGA), um die Versorgung aller Landesteile zu gewährleisten.

Wartezeiten minimieren

Eine gerechte Gesundheitsversorgung
braucht Transparenz bei der Terminvergabe – etwa durch den Ausbau eines Online-Monitoring-Portals. Bei Verdacht auf schwere Erkrankungen wie Krebs sollen „Fast Lanes“ dafür sorgen, dass an allen nötigen medizinischen Stellen rasch gehandelt wird – auch ohne private Zusatzversicherung. Nicht Geld, sondern der
medizinische Befund muss über den Behandlungstermin entscheiden. So können schwere Krankheiten frühzeitig erkannt und behandelt werden. Das erspart den Betroffenen Leid und dem System Geld.

Gleiche Priorität für Körper und Seele

Die Nachfrage nach psychotherapeutischer Hilfe, besonders bei Kindern, Jugendlichen und Menschen in prekären Lebenslagen, steigt kontinuierlich an. Ein massiver Ausbau sozialpsychiatrischer und therapeutischer Angebote in Verbindung mit einer vollständigen Kostenübernahme ist daher heute ein Muss. Psychische Erkrankungen sollen so selbstverständlich abgerechnet werden wie beispielsweise ein Beinbruch.

Mehr gesunde Lebensjahre

Österreich liegt bei den gesunden Lebensjahren unter dem EU-Schnitt. Deshalb wollen wir den Fokus stärker auf Prävention und Gesundheitsbildung legen – etwa durch Programme zu Ernährung, regelmäßige Vorsorge-Checks und strukturierte Früherkennungsmaßnahmen. Zusätzlich braucht es eine verbesserte (tele)arbeitsmedizinische Betreuung für Klein- und Kleinstbetriebe, von denen über die Hälfte derzeit nicht versorgt wird.

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